Über uns

Wir, die Gruppe Hamburg-Alsterdorf, gibt es seit bald 50 Jahren und seit über 30 Jahren treffen wir uns regelmäßig in Hamburg-Alsterdorf.

Zuständig fühlen wir uns nicht nur für Alsterdorf, sondern auch für Winterhude, Wellingsbüttel, Bramfeld, Norderstedt, oder wo auch immer unsere Gruppenmitglieder zuhause sind.

An den Gruppentreffen nehmen meistens acht aktive Mitglieder teil. Wir könnten allerdings eine Auffrischung durch jüngere Mitglieder gut gebrauchen, denn wir sind etwas in die Jahre gekommen.

Unser Arbeitsschwerpunkt ist die Teilnahme an Urgent Actions und aktuellen Kampagnen. So konnten wir im Jahr 2021 wieder mehr als 1650 Appellbriefe versenden. Zudem können wir die Anliegen von Amnesty International ein- oder zweimal im Jahr in Gottesdiensten des Alsterbundes einbringen.

Einige unsere Mitglieder engagieren sich auch noch in anderen Themen- bzw. Koordinationsgruppen von Amnesty International und für das Bezirksteam Amnesty International Hamburg. Eine Übersicht der vielen Amnesty-Gruppen und Mitmach-Möglichkeiten kann auf der Amnesty-Website gefunden werden.

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Auf dem Martinsmarkt der Martin-Luther-Gemeinde sind wir regelmäßig mit einem Infostand vertreten und zeigen unsere Engagement für die Menschenrechte auch noch auf weiteren Events wie dem Bramfelder Stadtteilfest im Juni 2022.

Wir planen aktuell, die nächste Zeit immer mal wieder einige Seniorennachmittage zu besuchen, um uns mit den Senioren dort über unsere Arbeit für die Menschenrechte zu unterhalten.

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Am Anfang von Amnesty International steht ein Trinkspruch: Zwei portugiesische Studenten stoßen in einem Café in Lissabon auf die Freiheit an. Doch in den Sechzigerjahren herrscht in Portugal eine Diktatur, die keine Kritik duldet – die Erwähnung des Wortes „Freiheit“ ist verboten. Die zwei Studenten werden festgenommen und später zu sieben Jahren Haft verurteilt.

1.500 Kilometer entfernt fährt der 39-jährige Anwalt Peter Benenson im November 1960 mit der Londoner U-Bahn in seine Kanzlei, als er in der Zeitung eine Meldung über das Urteil gegen die beiden Portugiesen liest. Es ist nicht das erste Mal, dass er erfährt, dass Menschen wegen ihrer Gesinnung verfolgt und eingesperrt werden. Doch die Meldung aus Lissabon geht ihm nicht mehr aus dem Kopf. Benenson will nicht mehr länger über solches Unrecht lesen, er will etwas tun. Er weiß nur noch nicht, wie. Aufgewühlt läuft er durch die Straßen Londons. In der Kirche St. Martin in the Fields kommt ihm der Gedanke:

“Wenn eine einzelne Person protestiert, bewirkt das nur wenig, aber wenn es viele Leute gleichzeitig tun würden, könnte es einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.”

Am 28. Mai 1961 veröffentlicht er in der Zeitung „The Observer“ den Artikel „The Forgotten Prisoners“, der mit den Worten beginnt: „Schlagen Sie Ihre Zeitung an irgendeinem beliebigen Tag auf, und Sie werden eine Meldung aus irgendeinem Teil der Welt lesen: Ein Mensch ist eingekerkert, gefoltert, hingerichtet worden, weil seine Ansichten oder religiösen Überzeugungen nicht mit denen der Regierung übereinstimmen.“ Benenson fordert die Leserinnen und Leser auf, mit Appellschreiben öffentlichen Druck auf die Regierungen zu machen und von ihnen die Freilassung politischer Gefangener zu fordern. Dieser “Appeal for Amnesty” ist der Beginn von Amnesty International.

Die Resonanz ist überwältigend. 30 große Zeitungen in verschiedenen Ländern drucken den Artikel nach. Allein in den ersten Wochen melden sich mehr als Tausend interessierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Im Juli 1961 wird beschlossen, die ursprünglich auf ein Jahr angelegte internationale Kampagne in eine feste Organisation zu verwandeln. Am Ende des Jahres gibt es Sektionen in West-Deutschland, Großbritannien, Irland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Schweden, Norwegen, Australien und den USA. Im September 1962 wird auf dem internationalen Treffen in Brügge endgültig der Name “Amnesty International” für die noch junge Organisation festgelegt.

Heute ist Amnesty eine weltweite Bewegung, die in über 150 Ländern vertreten ist. Über sieben Millionen Mitglieder, Unterstützerinnen und Unterstützer sowie Aktivistinnen und Aktivisten setzen sich dafür ein, dass auch 50 Jahre nach Benensons Appell die politischen Gefangenen dieser Welt nicht vergessen werden.

Unsere Gruppe wird weitermachen… (^_^)

29. Juli 2022